Wiedereinstieg nach Mutterschaftspause

8. Januar 2017 | RB010-080 RECHTSBIBLIOTHEK Arbeitsrecht: Mutterschaft & Job

Rechtsbibliothek Arbeitsrecht Wiedereinstieg nach Mutterschaft

Herzlich Willkommen

in der Rechtsbibliothek Arbeitsrecht von RECHTSPROFI.ch

Hier findest Du Antworten auf die häufigsten Rechtsfragen und Rechtsprobleme im Bereich Wiedereinstieg nach Mutterschaftspause.

Weiter findest Du hier einen Auszug aus den Rechtsforen unserer kostenlosen Rechtscommunity und interessante Fachbeiträge von Rechtsexperten im Rechtsgebiet Arbeitsrecht.

[toc]

[su_box title=“Rechtlicher Hinweis:“ style=“bubbles“ box_color=“#dddddd“ title_color=“#000000″ radius=“1″]Der Inhalt von RECHTSPROFI.ch ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen auf dieser Website dürfen daher keinesfalls als Ersatz für professionelle Beratung oder Vertretung durch erfahrene Juristen und Rechtsanwälte angesehen werden. Weitere verbindliche rechtliche Hinweise als Besucher von RECHTSPROFI.ch findest Du in unseren Rechtsbestimmungen.[/su_box]

Häufigste Antworten zu Wiedereinstieg nach Mutterschaftspause

Was gilt es beim Wiedereinstieg nach dem Mutterschaftsurlaub rechtlich zu beachten?

Grundsätzlich müssen Sie gemäss arbeitsrechtlicher Vorschrift nach Ablauf der 16 Wochen (nach der Geburt Ihres Kindes) wieder ganz normal am Arbeitsplatz erscheinen. Eine Verlängerung des Mutterschaftsurlaubs können Sie nur dadurch erzielen, indem Sie Ihr Kind auch nach dem gesetzlichen Mutterschaftsurlaub weiterhin zuhause stillen (in den meisten Fällen allerdings unentgeltlich!). Prüfen Sie daher in Ihrem Arbeitsvertrag, respektive einen Gesamtarbeitsvertrag, ob Sie in den Genuss eines über 16-wöchigen Mutterschaftsurlaubs kommen können? Ist diesbezüglich allerdings nichts geregelt, gelten die gesetzlichen Bestimmungen.
Sofern Sie sich damit nicht zufrieden geben möchten, müssen Sie mit ihrem Arbeitgeber eine individuelle Lösung aushandeln. Suchen Sie deshalb rechtzeitig das Gespräch und treffen Sie unbedingt eine schriftliche Vereinbarung über die Dauer des bezahlten oder unbezahlten Mutterschaftsurlaubs sowie über den Wiedereinstieg in Ihren alten Job.

Ein Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber müssen Sie auch dann führen, wenn Sie nach der Geburt Ihres Kindes ein tieferes Arbeitspensum oder den Einsatz in einem neuen Aufgabenbereich wünschen. Regeln Sie zudem Ihren Versicherungsschutz, wenn sich Ihr Wiedereinstieg verzögert. Zum Beispiel, wenn Sie wegen einer längeren Stillphase länger als einen Monat zusätzlichen unbezahlten Mutterschaftsurlaub beziehen möchten. Seien Sie sich aber bewusst, dass Ihr Arbeitgeber keinesfalls verpflichtet ist, auf Ihre Wünsche nach Teilzeitarbeit oder einer Umbesetzung in einen neuen Aufgabenbereich einzugehen. Können Sie sich mit Ihrem Arbeitgeber nicht auf einen neuen Vertrag ab Ihrem Wiedereinstieg einigen, gilt weiterhin der bestehende Vertrag. Sofern Sie nicht mehr im bisherigen Umfang weiterarbeiten möchten, bleibt Ihnen in einem solchen Fall nur die ordentliche Kündigung und die Suche nach einer anderen besser für Sie geeigneten Anstellung.

Was gilt es beim Wiedereinstieg in die Arbeitswelt nach einer Erziehungspause rechtlich zu beachten?

Als Wiedereinsteigerin nach einer Erziehungspause, profitieren Sie von Sonderregelungen der Arbeitslosenversicherung (ALV). Diese gelten nur für Mütter, welche nach einer Erziehungspause für Kinder unter zehn Jahren einen Wiedereinstieg in die Berufswelt erwägen. Die Rahmenfrist wird für diese auf vier Jahre verlängert; die von der ALV verlangten 12 Beitragsmonate können daher für die zurückliegenden vier anstatt nur die letzten zwei Jahre nachgewiesen werden. Aus diesem Grund können sich Mütter für die Kinderbetreuung einen maximal dreijährigen Berufsunterbruch erlauben (vier Jahre minus  ein Jahr Arbeit), welcher bei jeder weiteren Geburt nochmals um höchstens zwei Jahre verlängert wird. Informieren Sie sich vor dem Wiedereinstieg diesbezüglich bei der Arbeitslosenkasse oder beim RAV Ihrer Region. Weitere Informationen finden Sie auch beim Seco unter der Rubrik „Vereinbarkeit von Beruf und Familie„.

Ein Wiedereinstieg ist oft nicht ganz leicht, da Sie aufgrund Ihrer Erziehungspause längere Zeit nicht mehr im Arbeitsleben gestanden haben. Bereiten Sie sich auf diesen neuen Lebensabschnitt (Mutter und gleichzeitig Erwerbstätige) gut vor. Seien Sie darauf vorbereitet, dass Sie in der Arbeitswelt nicht gleich mit offenen Armen empfangen werden. Oft klappte es nicht gleich mit der ersten Bewerbung, da Sie sich nicht in der Situation einer direkten Anschlussbeschäftigung befinden. Lassen Sie den Kopf aber nicht hängen und sehen Sie zuversichtlich in die Zukunft. Schliesslich verfügen Sie über Knowhow und Potential, welches „da draussen“ nötig gebraucht wird; auch wenn es mittlerweile vielleicht etwas Rost angesetzt hat. Sie haben aber früher bereits bewiesen, was Sie in der Arbeitswelt vollbringen können. Glauben Sie daher an sich und stopfen Sie eventuelle Wissenslücken mit Kursen, Fernstudien und ähnlichen Angeboten bereits während Ihrer Erziehungspause. Dann klappt der Start ins Erwerbsleben eventuell leichter.

Forenbeiträge zu Wiedereinstieg nach Mutterschaftspause

[bbp-single-forum id=25917]

Fachbeiträge zu Wiedereinstieg nach Mutterschaftspause

Hier könnte dein Fachbeitrag stehen...

Du bist ein auf Arbeitsrecht spezialisierter Fachjurist oder Rechtsanwalt?

Dann sende uns deine arbeitsrechtlichen Fachbeiträge zu. Wir publizieren qualitativ hochstehende juristische Schriften unter prominenter Nennung des Autoren-Namens an der passenden Stelle unserer Rechtsbibliothek.

Ähnliche Beiträge aus dem Arbeitsrecht

Pin It on Pinterest