Tod eines Arbeitnehmenden und Lohnnachgenuss

9. Januar 2017 | RB010-090 RECHTSBIBLIOTHEK Arbeitsrecht: Konflikte am Arbeitsplatz

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Häufigste Antworten zu Tod eines Arbeitnehmenden und Lohnnachgenuss

Was geschieht beim Tod eines Arbeitnehmenden mit dessen Arbeitsvertrag? Welche Rechte hat die Familie des Verstorbenen hinsichtlich Lohnnachgenuss?

Das Arbeitsverhältnis wird durch den Tod eines Arbeitnehmenden rechtlich aufgelöst. Durch den Tod wird der Arbeitsvertrag rückwirkend per Todestag automatisch aufgehoben. Dies bedeutet aber nicht, dass dadurch jegliche Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsverhältnis untergehen. Der Gesetzgeber hat im Hinblick auf die negativen finanziellen Folgen, welche mit dem Tod eines Arbeitnehmenden für dessen Familie verbunden sind, ausdrücklich einige Besonderheiten ins Arbeitsvertragsrecht aufgenommen:

Sofern der Verstorbene Angehörige hinterlässt, für welche er zu Lebzeiten eine Unterstützungspflicht erfüllt hat, ist der Arbeitgeber verpflichtet, diesen einen sogenannten „Lohnnachgenuss“ auszurichten. Beim Tod eines Arbeitnehmenden kommt der Lohnnachgenuss ab dem Todestag an gerechnet dem oder den Unterstützungspflichtigen zugute. Der Lohnnachgenuss beträgt einen vollen Monatslohn. Stand der Verstorbene mehr als fünf Jahre beim Arbeitgeber in Diensten, so hat dieser zudem einen weiteren vollen Monatslohn hinzu zu fügen. Der ein- oder zweimonatige Lohnnachgenuss ist auch dann vom Arbeitgeber geschuldet, wenn der Arbeitnehmer vor seinem Tod keinen Lohn mehr beziehen konnte, weil er zum Beispiel wegen längerer Arbeitsunfähigkeit (Krankheit, Unfall etc.) keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung mehr hatte.

Beim Tod eines Arbeitnehmenden fallen alle üblichen Lohnbestandteile wie feste Zulagen, pro rata temporis-Anteile des 13. Monatslohnes, entgeltliche Auszahlung des Ferienguthabens, ausstehende Überstundenforderungen etc. in die Auszahlung des Lohnnachgenusses. Zudem werden die entsprechenden sozialversicherungsrechtlichen Abzüge nicht von der Auszahlung abgezogen. Schliesslich soll beim Tod eines Arbeitnehmenden der gesamte Lohnnachgenuss dem oder den Unterstützungspflichtigen zugute kommen.

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