Gesundheitsschutz und Mutterschaft

8. Januar 2017 | RB010-080 RECHTSBIBLIOTHEK Arbeitsrecht: Mutterschaft & Job

Rechtsbibliothek Arbeitsrecht - Gesundheitsschutz und Mutterschaft

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Häufigste Antworten zu Gesundheitsschutz und Mutterschaft

Gibt es einen speziellen Gesundheitsschutz während der Mutterschaft?

Ja, der Gesundheitsschutz werdender Mütter ist dem Gesetzgeber sogar besonders wichtig! Deshalb enthält das Arbeitsgesetz und dessen Verordnungen auch eine Vielzahl von Bestimmungen zugunsten schwangerer und stillender Mütter. Schwangere dürfen z.B. nur mit deren ausdrücklichem Einverständnis beschäftigt werden und können auf blosse Anzeige hin kurzfristig dem Arbeitsplatz fernbleiben. Sie können diesen kurzfristig verlassen, ohne hierfür jeweils ein Arztzeugnis vorlegen zu müssen. Zudem ist für Frauen während der Mutterschaft die Leistung von Überstundenarbeit im Allgemeinen und das leisten von Abend- und Nachtarbeit – im Zeitraum von 8 Wochen vor der Niederkunft – gesetzlich verboten.

Zudem haben schwangere Frauen, die hauptsächlich stehend arbeiten, ab dem vierten Schwangerschaftsmonat das Recht auf eine tägliche Ruhezeit von 12 Stunden. Zudem steht ihnen nach jeder zweiten Stunde – zusätzlich zu den gesetzlichen Pausen – eine Kurzpause von 10 Minuten zu. Ab dem sechsten Schwangerschaftsmonat dürfen ihnen Arbeiten im Stehen während höchstens vier Stunden pro Tag zugemutet werden.

Schliesslich muss der Arbeitgeber die Arbeitsbedingungen für schwangere und stillende Frauen so gestalten, dass ihre Gesundheit und die Gesundheit des Kindes nicht beeinträchtigt werden können. So hat er diese vor sogenannt „gefährlichen oder beschwerlichen Arbeiten“ zu schützen. Darunter versteht das Gesetz:

  • Das Bewegen schwerer Lasten von Hand (regelmässig mehr als 5 kg, gelegentlich mehr als 10 kg).
  • Bewegungen und Körperhaltungen, die zu vorzeitiger Ermüdung führen (sich erheblich strecken oder beugen, dauernde Kauerstellung etc.).
  • Arbeiten, die mit Einwirkungen wie Stössen, Erschütterungen oder Vibrationen verbunden sind.
  • Arbeiten bei Kälte (unter –5°C) oder Hitze (über +28°C) oder bei Nässe.
  • Arbeiten unter Einwirkungen schädlicher Strahlen oder Lärm (> 85 Dezibel).
  • Arbeiten unter Einwirkung schädlicher Stoffe oder Mikroorganismen.
  • Arbeiten in Arbeitszeitsystemen, die zu einer starken Belastung führen (mehr als drei Nachtschichten hintereinander etc.).

Schwangeren und stillenden Müttern ist zudem gleichwertige Ersatzarbeit zuzuweisen, sofern sie vorgenannte beschwerliche oder gefährliche Arbeiten nicht mehr ausführen können. Kommt ihnen der Arbeitgeber diesbezüglich nicht entgegen, so können diese sich auf den Schutz der Mutterschaft berufen und verlangen, dass sie stattdessen zu 80% des Lohnes zu Hause bleiben. Weitere Informationen finden Sie im Merkblatt des Seco „Mutterschaft – Schutz der Arbeitnehmerinnen„.

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